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How to Marketingplan – die Anleitung für Start-Ups

How to Marketingplan – die Anleitung für Start-Ups

by Social iQ

Posted on Januar 13, 2016 at 17:36 PM

Zusammenfassung

Auch wenn Sie die Zusammenfassung Ihres Marketingplanes erst ganz zum Schluss verfassen sollten, sollten Sie diese direkt am Anfang des Planes positionieren. Gerade wenn Sie den Plan an Investoren, Kunden, Mitarbeiter, Berater oder Partner weitergeben, lesen diese bevorzugt zuerst einmal die Zusammenfassung, um sich einen schnellen Überblick zu verschaffen. Wichtig ist also, dass Sie hier einen umfassenden, wenn auch stark gekürzten Überblick über alle Punkte Ihres Marketingplanes bieten. In der Zusammenfassung sollten Sie die wichtigsten Ziele, Ansätze und Argumente einer jeden Kategorie in einem zusammenhängenden Text aufführen. Da dieser Teil vermutlich am häufigsten von außenstehenden gelesen wird, sollten Sie hier auf sprachliche Qualität, Verständlichkeit und Übersichtlichkeit achten.

 Ziele und Aufgaben

In diesem Teil des Marketingplanes sollten Sie Stellung beziehen, was Sie mit den Marketing Massnahmen, die Sie in der Folge genauer erklären, erreichen möchten. So sollten Sie hier zusammenfassen beschrieben, in welche Richtung Ihre Massnahmen zielen werden und was Sie damit bezwecken möchten. Dabei müssen Sie noch nicht im Detail darauf eingehen, wie Sie diese Ziele erreichen möchten, da Sie dies in den folgenden Kapiteln tun werden. Machen Sie lediglich die Feststellung, welches Ihre Ziele sind und was Ihre Aufgaben sind, um diese zu erreichen ohne ausführliche Erklärungen.

Mögliche Ziele könnten zum Beispiel sein:

  • Die Erschaffung eines neuen Marktes

  • Die Etablierung auf dem Markt um bestimmte Nachfrage abzudecken

  • Neukundengewinnung auf Kosten des Marktführers oder anderer etablierter Konkurrenten

  • Erweiterung der Produktpalette und steigern der Popularität durch neue Produkte

  • Erweiterung des Vertriebs

Natürlich ist die Umsatzsteigerung das Hauptziel eines jeden freiwirtschaftenden Unternehmens. Setzen Sie sich also ein Ziel wie zum Beispiel eine 15 % Umsatzsteigerung pro Quartale und bestimmen Sie Ihre Aufgaben, die Ihnen helfen sollen, dieses Ziel zu erreichen. So könnten die Aufgaben in diesem Fall zum Beispiel lauten 20 Neukunden zu gewinnen, die Anzahl der Bestellungen und Käufe um 10 % zu erhöhen und die wiederholten Käufe und Folgekäufe bestehender Kunden um 5 % zu steigern.

Geschäftsziele und Unternehmensausrichtung

In diesem Kapitel können Sie zudem die Chance nutzen und Ihre allgemeinen Geschäftsziele und die Ausrichtung Ihres Unternehmens klar definieren. Diese Definition der Bestimmung und Ziele der Firma sollten dabei folgende Aspekte enthalten:

  1. Die langfristige Vision des Unternehmens. Hierbei können Sie wichtige Fragen für sich selbst beantworten:
  • Warum ist das Unternehmen am Markt?
  • In welchen Märkten sind wir aktiv und warum?
  • Welche besonderen Vorteile bieten wir unseren Kunden?
  • Was ist besonders signifikant für das Unternehmen sein oder soll dessen Aushängeschild werden?
  • Was möchte das Unternehmen der Wirtschaft, den Konkurrenten und den Kunden beweisen?
  • Was ist die grundsätzliche Unternehmensphilosophie?
  • Welche Produkte und Dienstleistungen werden angeboten oder sollen angeboten werden?

3. Die Unternehmensgeschichte. Beleuchten Sie die Entstehung des Unternehmens und die besonders charakteristischen Produkte und deren Evolution.

 

3.1 Die Auszeichnungen und Kompetenzen des Unternehmens.

  • Was zeichnet uns aus?
  • Was können wir besser als die Konkurrenz?
  • Was verschafft uns einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb?
  • Welche Vorteile haben wir im Detail? (Produkte, Kontakte, Partner, Kunden etc.)

So können Sie einfach herausarbeiten, welche Werte Ihr Unternehmen vertritt und was die große Stärke der Firma ist. Machen Sie diese Werte und Stärken zum Leitbild der Firma und machen Sie dieses Ihren Kunden bewusst. Rücken Sie die Vorteile, die die Kunden bei Ihnen genießen ins Zentrum Ihrer Homepage oder Ihrer Präsenz in sozialen Netzwerken und erinnern Sie den Kunden oft an Ihre Stärken und Besonderheiten, von denen er profitiert.

3.2 Zielgruppe

In diesem Unterpunkt sollten Sie klar definieren, wen Ihr Angebot vor allem ansprechen soll. Führen Sie im Detail auf, welche Zielgruppen Ihre Produkte ansprechen und entwickeln Sie einen virtuellen Durchschnittskunden bzw. einen Prototyp Kunden unter Berücksichtigung folgender Aspekte:

  • Geschlecht
  • Alter
  • Standort
  • Verdienst
  • Kaufkraft
  • Familienstand

Daraus können Sie dann zum Beispiel folgern, dass der Kunde, den Ihr Angebot ansprechen soll 30 – 40 Jahre alt und männlich ist, in Großstädten lebt, ein mittleres bis hohes Einkommen mit durchschnittlicher bis hoher Kaufkraft hat und verheiratet ohne Kinder oder ledig ist. Nun wissen Sie genau, welchen Typ Sie mit Ihren Marketingmaßnahmen ansprechen möchten.

Wenn Sie durch Recherche oder Umfragen an weitere Informationen Ihrer Kunden kommen können, sollten Sie das unbedingt nutzen. Die Informationen über zum Beispiel Hobbys, Musik, Filme oder Lifestyle erlauben Ihnen noch detailliertere Rückschlüsse darauf, wie genau die Kunden, die bei Ihnen kaufen, ticken. So haben Sie die Möglichkeit, Ihre Marke perfekt zu positionieren und Ihre Werbung genau auf diese Zielgruppe auszurichten.

Zudem sollten Sie genau analysieren, was den Kunden zum Kauf Ihres Produktes bewegt, warum er Ihr Produkt benötigt und benutzt, wie genau die Kaufentscheidung abläuft und was diese beeinflusst. So können Sie Schlussfolgerungen daraus ziehen, wie und womit Sie die Kaufentscheidung der Kunden zu Ihren Gunsten beeinflussen können und worauf Ihre Werbekampagnen abzielen müssen.

4. Analyse der aktuellen Position

In diesem Abschnitt haben Sie die Möglichkeit, Ihre aktuelle Position genauestens zu analysieren. Als etabliertes Unternehmen können Sie hier detailliert aufarbeiten, was in Ihrem Unternehmen gerade gut läuft und was schlecht. Auch diese ehrliche Analyse erlaubt Ihnen spätere Rückschlüsse, auf welche Produkte oder Unternehmensbereiche verstärkt gesetzt werden sollte und welche überflüssig sind oder eine Überarbeitung brauchen. Für neue Unternehmen heißt es bei diesem Kapitel vor allem zu recherchieren und Markt und Wettbewerb zu untersuchen und so wichtiges zu lernen, was beim Launch des Unternehmens helfen wird.

4.1. Produkte

Gehen Sie hier zunächst einmal auf die Attribute Ihrer Produkte ein. Was kann das Produkt? Was kann das Produkt besser als andere? Was zeichnet das Produkt besonders aus? Was hebt Sie von den Anbietern ähnlicher oder gleicher Produkte ab?

Gehen Sie auch detailliert auf die Preisgestaltung der Produkte ein. Zu welchem Preis verlässt das Produkt Ihren Shop oder Ihre Produktionswerkstätte und zu welchem Preis kommt es beim Endbenutzer an? Welche Kosten fallen bei den Stationen dazwischen an?

Gehen Sie genau auf den Vertrieb ein. Wie wird das Produkt vertrieben? Welche Vertriebsmöglichkeiten nutzen Sie? Welche weiteren Möglichkeiten stünden offen?

Geben Sie einen Überblick über die aktuellen Promotion und Werbemassnahmen. Welche Werbemaßnahmen nutzen Sie und wie erfolgreich sind diese? Wie wird die Produktgruppe allgemein aktuell beworben? Wie kann die zukünftige Entwicklung diesbezüglich aussehen?

Bieten Sie Einblicke in Ihren angebotenen Service. Machen Sie sich Gedanken zum Service, den Sie Vertriebspartnern und Endbenutzern vor, während und nach dem Kauf bieten.

4.2. Vertriebsnetz

Hier haben Sie die Möglichkeit, ganz genau darauf einzugehen, wie Ihre Produkte aktuell vertrieben werden. So sollten Sie hier zum Beispiel neben der eigenen Webseite auch alle anderen Online und Offline Shops und sämtliche Vertriebswege anführen, über die Ihr Produkt aktuell bezogen werden kann. Analysieren und bewerten Sie die einzelnen Händler, die Ihre Produkte anbieten und führen Sie an, wie groß diese sind, welche Regionen sie abdecken, welcher Kundentyp dort kauft und welche Märkte diese bedienen.

Analysieren Sie auch, von wo aus die meisten Kunden auf Ihre Webseite weitergeleitet wurden. So können Sie sehen, welche Ausgaben für Online Marketing sich für Sie gelohnt haben und welche nicht und Ihre Schlüsse daraus ziehen.

4.3. Wettbewerb

Hier geht es vor allem darum, die wichtigsten Wettbewerber genau zu analysieren, von diesen zu lernen oder ihre Schwachstellen zu ermitteln. Analysieren Sie dazu folgende Attribute der Wettbewerber:

  • Welche Zielmärkte bedienen sie?
  • Welche Attribute haben deren Produkte?
  • Wie ist das Unternehmen finanziell aufgestellt?
  • Wie ist die Wahrnehmung des Konkurrenten in der Öffentlichkeit?
  • Preisgestaltung
  • Werbung
  • Vertrieb und Vertriebsnetz
  • Service

So finden Sie schnell heraus, was die Konkurrenz Ihnen voraus hat und wo Sie noch Nachholbedarf haben oder in welchem Feld Sie besonders stark sind und worauf Sie aufbauen können.

4.4. Finanzen

Um Ihre aktuelle finanzielle Situation zu analysieren und darzustellen, sollten Sie bevorzugt reelle Zahlen und Charts verwenden. So kann man die Informationen besser veranschaulichen.

Der Finanzbericht sollte folgende Informationen beinhalten:

  • Verkäufe Gesamter Markt
  • Verkäufe Ihrer Produkte
  • Verkäufe der Konkurrenz

Genauso sollten Sie die Verkäufe einzelner Produktgruppen und Kategorien, auf jedem Vertriebsweg und für geografische Regionen beschreiben.

Zudem sollten Sie hier einen Überblick über die Kosten anlegen. Neben den Produktionskosten Ihrer Produkte fallen noch eine Menge weiterer Kosten an, die Sie hier aufschlüsseln können. So haben Sie die Möglichkeit zu erkennen, an welchen Ecken vielleicht gespart werden kann.

4.5. Äußere Einflüsse

Beschreiben Sie hier die äußeren, von Ihnen nicht beeinflussbaren Faktoren, die Auswirkung auf Ihr Unternehmen und dessen Performance oder auf einzelne Produkte und Produktgruppen haben können.

Diese Faktoren können zum Beispiel Ihr Unternehmen von außen beeinflussen:

  • Produkttrends
  • Saisonabhängigkeit
  • Politische und/oder ökonomische Entwicklungen
  • Naturkatastrophen
  • Soziale und kulturelle Einflüsse
  • Demografische Entwicklung
  • Technologische Entwicklungen
  • Klima Entwicklungen
  • Veränderung der Rechtslage

In diesem Abschnitt haben Sie auch die Möglichkeit, die Massnahmen zu erörtern, die Sie für den Fall, dass eines dieser äußeren Ereignisse eintritt, bereithalten. Gerade bei diesem Punkt können Sie sich weitsichtig auf alle Eventualitäten vorbereiten und einen perfekten Backup Plan in der Hinterhand halten, der Ihnen im Vergleich zur Konkurrenz einen immensen Vorteil verschafft, sollte die Entwicklung wirklich so kommen wie befürchtet.

4.6. Zusammenfassung

Da das Kapitel mit der Analyse der aktuellen Situation mit Abstand das umfangreichste beim Erstellen eines Marketingplanes ist, sollten Sie am Ende noch eine Zusammenfassung der zuvor besprochenen Punkte anhängen. So können Sie abrundend die Möglichkeiten besprechen, die die Erkenntnisse aus der zuvor beschriebenen Situation bieten und auf welche Ansätze Sie sich zukünftig mehr bzw. weniger fokussieren sollten.

5. Marktpositionierung und Preisstrategie

Ein besonders wichtiger Aspekt bei der Gestaltung Ihres Unternehmensimages ist die Marktpositionierung und die damit verbundene Preisstrategie. In diesem Kapitel besprechen Sie, welche Position Sie in der Branche einnehmen möchten und wie die Preisgestaltung Ihrer Produkte ausfallen soll.

Beim Erstellen der Preisstrategie sollten Sie unbedingt die marktüblichen Preise und die Preise der Wettbewerber berücksichtigen. Jedoch sollte Ihre Preisstrategie auch regionale Faktoren, die Präsenz von Wettbewerbern und Vertriebsweg berücksichtigen.

Beim Abschnitt über die Marktpositionierung sollten Sie unter anderem aufführen, mit welchen Vertriebspartnern Sie zusammenarbeiten und wie Sie bei diesen Ihr Produkt aktuell positioniert sehen und welche vorteilhafteren Möglichkeiten es dabei gibt. Analysieren Sie genau, wieviel Sie über jeden einzelnen Kanal oder Distributor verkaufen. Analysieren Sie, wie sich Preisänderungen auswirken werden. Hier können Sie nun deutlich aufgliedern, wie Ihre Pläne zur Umsatzsteigerung realisiert werden sollen.

6. Vertriebsplan

Beim Abschnitt Vertriebsplan sollten Sie ganz genau darauf eingehen, wie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung vertrieben werden soll. Hier sollten Sie ganz genau aufschlüsseln, wo und auf welchen Wegen Endnutzer von Ihnen kaufen können oder Ihre Produkte beziehen können. Eine detaillierte Auflistung der Vertriebspartner mit verkauften Einheiten, Region, Preis (eventuellen Sonderpreisen oder Sonderabkommen) und Zielgruppe hilft Ihnen dabei, den Wert Ihrer existierenden Vertriebspartner besser einschätzen zu können.

Wenn es Teil Ihrer Ziele und Aufgaben ist, mehr oder bessere Distributionspartner zu finden und zu gewinnen, können Sie hier einen Bericht über die Lage am Markt geben. Gibt es Vertriebspartner, die dabei helfen würden, Ihre Ziele leichter zu erfüllen? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein um diesen Distributor zu gewinnen? Wie ist die Konkurrenzsituation bei diesem Distributor? Wie ist die Prognose für Verkäufe bei diesen Vertriebspartnern?

7. Promotionsplan

Auch einen Werbe- oder Promotionsplan für den Zeitraum, den der Marketingplan betrifft, sollten Sie sich im Vorfeld ganz genau überlegen. Geben Sie an dieser Stelle zunächst eine Übersicht über alle Werbemaßnahmen, die Sie regelmäßig oder unregelmäßig durchführen und geben Sie Informationen oder zumindest Einschätzungen zur Effektivität dieser ab. So können Sie Ihre Position in jedem Marketingbereich genau besprechen und Promotionspläne für einzelne Vertriebspartner ausmachen.

Nutzen Sie Ihr Wissen über Möglichkeiten für Werbemaßnahmen und die Aufwendungen, die dafür nötig werden und errechnen Sie die Effektivität einer Werbemaßnahme bei einem Distributor. Dazu brauchen Sie lediglich den Zeitraum, über denen die Werbeaktion wie zum Beispiel eine Promotion direkt auf der Startseite des Online Shops laufen soll und wie viele Benutzer in diesem Zeitraum durchschnittlich den Shop besuchen. Nun betrachten Sie die Umsatzzahlen des Distributors mit Ihrem beworbenen Produkt und den durch die Werbung gestiegenen, prozentualen Traffic. So können Sie berechnen, wie hoch die Umsatzsteigerung durch eine derartige Werbemaßnahme ausfallen dürfte.

Analysieren Sie alle möglichen Werbekanäle für Ihr Unternehmen und geben Sie eine Einschätzung oder auf Erfahrung beruhende Informationen an, die helfen zu bestimmen, wie sinnvoll und erfolgsversprechend die Werbemaßnahme wäre. Beispiele hierfür wären:

  • Partnerschaften
  • SEO
  • Soziale Netzwerke
  • Empfehlungen
  • Magazine
  • Radio
  • TV
  • Wurfsendungen
  • Blogs
  • Andere Internetmedien

Bei einigen dieser Werbemaßnahmen wie zum Beispiel SEO ist es dringend notwendig, sich Experten ins Boot zu holen, die genau wissen was zu tun ist. Dies und die Kosten dafür sollten Sie ebenfalls im Promotionsplan vermerken.

8. Marketingstrategie

Bei diesem Punkt kommt es nun auf Ihre Kreativität an. Wie möchten Sie Ihre Inhalte Ihren existierenden Kunden und potenziellen Neukunden präsentieren?

  • Webseite: Wie können Sie Ihre Webseite ansprechend für Kunden gestalten?
  • Werbeanzeigen: Wie können Sie mit kreativen Werbeanzeigen Kunden ansprechen?
  • Design: Wie können Sie mit besonderen Designs den Erfolg Ihrer Internetauftritte verbessern?
  • Produktbilder: Können Sie zum Beispiel mit HD Produktbildern nachhelfen und Ihre Produkte interessanter machen und besser in Szene setzen?
  • Visitenkarten: Ziehen besonders gestaltete Visitenkarten mehr Aufmerksamkeit an und helfen Ihnen bei der Neukundengewinnung?
  • Kataloge: Helfen ansprechende Kataloge, Ihre Umsatzzahlen zu steigern?

Besprechen Sie hier, über welche Marketingmaßnahmen Sie bereits verfügen und welche weiteren Massnahmen für Sie in Frage kommen. Wie Sie diese Werbemaßnahmen im Detail umsetzen können, sollten Sie im folgenden Punkt „Umsetzung der Strategie“ besprechen.

9. Umsetzung der Strategie

Hier geht es um die Strategie, die Ihnen dabei helfen soll, sobald Sie einen neuen Kunden auf Ihre Seite oder die Seite Ihres Produkts bei einem Distributor gelotst haben, diesen in einen Käufer zu verwandeln. Auf Seiten von Vertriebspartnern, die Sie nicht selbst beeinflussen können, haben Sie zwar nur begrenzte Möglichkeiten, können aber durchaus versuchen, die Entscheidung des Kunden zu Ihren Gunsten zu beeinflussen. Möglichkeiten dafür wären zum Beispiel besonders ansprechende und vorteilhafte Fotografien, eine tolle Produktbeschreibung und positive Bewertungen und Kundenrezensionen.

Auf Internetseiten, die Sie selbst kontrollieren, haben Sie deutlich mehr Möglichkeiten. Hier können Sie durch Verbesserungen mit geringem Aufwand zum Beispiel Ihre Webseite ansprechender und kundenfreundlicher machen um den Kunden anzusprechen. Sie können zum Beispiel die seiteninterne Suchfunktion vereinfachen, spezielle Features der Webseite hervorheben oder viele aktuell gern genutzte Online Zahlungsmöglichkeiten anbieten, so dass sich der Kunde besonders wohl und sicher beim Kauf auf Ihrer Seite fühlt.

Sammeln Sie Informationen über die Käufe Ihrer Kunden und werten Sie diese aus. Teilen Sie die Kunden verschiedenen Gruppen zu und überlegen Sie sich, wie Sie die einzelnen Kundengruppen dazu bewegen können, erneut oder häufiger bei Ihnen zu kaufen. Überlegen Sie sich, welche Promotionen zu besonders interessanten Produktgruppen Sie den einzelnen Kundengruppen anbieten können, um diese zu neuerlichen Käufen zu bewegen.

10. Partnerschaften und Joint Venture

Joint Ventures und Partnerschaften mit anderen Unternehmen ist eine Marketingmaßnahme, die häufig unterschätzt wird. Sieht man sich jedoch zum Beispiel das Joint Venture zwischen McDonalds und Coca Cola oder vieler Profisportler mit Ausstattern wie Nike oder Adidas an, wird einem schnell der Marketingwert einer derartigen Kooperation für beide Seiten klar. Sie generieren dadurch nicht nur direkt mehr Käufer Ihrer Produkte und sorgen für höhere Umsätze sondern sorgen auch für eine bedeutend größere Präsenz Ihrer Marke im Alltag vieler Menschen.

Verfügen Sie bereits über Joint Venture und Partnerverträge, ist hier der richtige Ort, um diese aufzuführen und den Wert der Partnerschaft für Ihr Unternehmen in Zahlen darzulegen. Überlegen Sie sich, welche Käufe Ihre Kunden zusätzlich zum Kauf Ihres Produkts tätigen müssen. Legen Sie danach eine Liste mit möglichen Kooperationspartnern an. Verkaufen Sie zum Beispiel batteriebetriebene Elektrogeräte, könnten Sie bei Batterie Herstellern ein Joint Venture anfragen. Verkaufen Sie Fitnessgeräte, sollten Sie eine Kooperation mit einer Fitnessstudiokette anstreben.

11. Strategie zur Umsatzsteigerung

Hier können Sie Ihre Ideen zur Umsatzsteigerung Ihres Unternehmens pro Kunde besprechen. Beispiele, wie man eine Umsatzsteigerung der existierenden Kunden erzielen könnte wären:

  • Keine Versandkosten ab einem Mindestumsatz
  • Kostenloser Versand für Premium Mitglieder (Mitgliedschaft kostenpflichtig)
  • Produktbündelung
  • Abonnements
  • Höhere Preisstruktur

Gerade etablierte Unternehmen können an dieser Stelle einige Erfahrungswerte mit einbringen und genau aufschlüsseln und errechnen, inwiefern jede einzelne Strategie helfen würde, den Umsatz zu steigern. Zudem sollten Sie in Ihre Berechnung mit einfließen lassen, wie viel die Einführung eines solchen Programmes kosten würde und ob sich die Einführung somit für Sie lohnt.

12. Weiterempfehlungsstrategie

Positive Kundenberichte und Weiterempfehlungen sind in der heute durch das Internet eng vernetzten Welt so wichtig wie kaum eine andere Werbemaßnahme. Doch wie erreicht man, dass bestehende Kunden neue Kunden überzeugen, auf der eigenen Seite zu kaufen? Ein besonders gutes Weiterempfehlungsprogramm kann wahre Wunder bewirken, was Traffic und Umsatzsteigerungen angeht, deshalb sollten Sie die Sache mit Bedacht angehen und genau planen und kalkulieren, inwiefern sich Weiterempfehlungen für Ihr Unternehmen lohnen. Beide Seiten, also sowohl der werbende als auch der geworbene Kunde sollten von der Aktion profitieren und mit einem Bonus bedacht werden. Sie sollten erörtern, welche Kunden am ehesten auf ein Angebot wie dieses reagieren werden (am wahrscheinlichsten Stammkunden und regelmäßige Käufer) und den Bonus speziell auf diese Klienten anpassen.

13. Finanzieller Ausblick

In diesem Abschnitt haben Sie die Möglichkeit, kurz vor Abschluss des Marketingplanes noch einmal einen Überblick über alle Finanzen zu geben. Dazu gehört zum einen, eine Einschätzung der aktuellen finanziellen Situation abzugeben, zum anderen aber auch einen Ausblick zu wagen. Führen Sie alle Kosten, die definitiv auf Sie zukommen werden auf und ergänzen Sie diese durch die möglichen Kosten durch neue Werbemaßnahmen.

Listen Sie dafür alle Möglichkeiten auf, die in den bereits abhandelten Bereichen angesprochen werden:

  • Marktpositionierung und Preisstrategie
  • Vertriebsplan
  • Promotionsplan
  • Marketingstrategie
  • Partnerschaften und Joint Venture
  • Strategie zur Umsatzsteigerung
  • Weiterempfehlungsstrategie

Fassen Sie die zu erwartenden Kosten und Nutzen jeder einzelnen Marketingmaßnahme zusammen. So können Sie übersichtlich sehen, welche Massnahmen Sie nutzen und kombinieren können, ohne Ihr Budget zu sprengen. Auch wenn die vermuteten Zahlen nie zu 100 % korrekt sein werden, lassen sie doch wichtige Rückschlüsse auf die Kosten und Nutzen der verschiedenen Werbemaßnahmen zu und erlauben Ihnen, sich auf die wichtigeren und erfolgversprechenderen Marketingmaßnahmen zu konzentrieren.

Auch können Sie hier Ihren Plan erstellen, in dem die verschiedenen angestrebten Marketing Aktivitäten unter Berücksichtigung der dafür fälligen finanziellen Mittel aufgeführt werden. Diese Übersicht können Sie das ganze Jahr über bereithalten und sie ständig mit den Fortschritten Ihrer Marketing Kampagnen aktualisieren und beobachten, ob Sie sich finanziell noch im geplanten Rahmen bewegen.

Tipps und Fazit

Wie Sie anhand der ausführlichen Beschreibungen ahnen können, ist die Erstellung eines guten Marketingplanes mit Unmengen an Arbeit verbunden. Gerade als junger und unerfahrener Unternehmer, der gerade dabei ist, ein erstes Produkt auf den Markt bringen zu wollen, kann sich die Erarbeitung eines derart ausführlichen Marketingplanes durchaus als schwierige Aufgabe erweisen. Trotzdem sollten Sie keinesfalls auf einen ausgereiften Marketingplan verzichten. Sind Sie unsicher, können Sie diesen auch bei verschiedenen professionellen Marketing Beratern überprüfen und bei Bedarf überarbeiten lassen.

Wenn Sie gerade dabei sind, ein Unternehmen zu gründen und Ihren ersten Marketingplan entwerfen, lassen Sie sich noch einen Tipp mit auf den Weg geben: Konzentrieren Sie sich am Anfang auf einige wenige aber für Sie vorteilhafte Werbeplattformen und Marketing Optionen. Erst wenn Sie den Start gemeistert haben und eventuell sogar expandieren möchten, sollten Sie sich dann mit der breitgefächerten Ausweitung Ihres Marketings beschäftigen. Anhand der bis dahin gewonnen Erkenntnisse über die Kosten und Nutzen verschiedener Marketing Kanäle, die Sie in Ihren Marketingplänen regelmäßig festhalten, können Sie später, wenn Ihr Unternehmen etabliert ist und Sie ein höheres Werbebudget einplanen können, bestens abschätzen, in welche Massnahmen es sich zu investieren lohnt und welche Marketingstrategien keinen grossen Wert für Sie haben.

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